Ole Karsten Sundlisaeter

CESIFL for flute and organ

Verlag/Label: Cantando CN2920
erschienen in: organ - Journal für die Orgel 2021/01 , Seite 56

Nach wie vor erfreuen sich Instru­men­tal-Duos à la „Orgel plus“ großer Beliebtheit. Daher entste­hen per­ma­nent Tran­skrip­tio­nen beliebter Orig­i­nal­w­erke, aber auch Neukom­po­si­tio­nen unter­schiedlich­ster Stilistiken. […]

CESIFL des Nor­wegis­chen Organ­is­ten und Kom­pon­is­ten Ole Kars­ten Sundlisæter für Alt­block­flöte und Orgel kommt da wesentlich kon­ven­tioneller daher, wenn auch in der Flöten­stimme bisweilen Flat­terzunge ver­langt wird. Das har­monisch gemäßigt mod­erne, immer auf tonalem Boden haf­tende und durchge­hend mit tänz­erisch anmu­ten­der Rhyth­mik pulsierende Werk, nur zweimal unter­brochen durch agogisch freiere Flöten­pas­sagen, ist auch nicht eben ger­ade leicht zu spie­len, aber dur­chaus mach­bar auch mit wenig Spiel­er­fahrung in punc­to Neuer Musik.
Das knapp fünfminütige Stück gibt es auch in ein­er gle­ich­lau­t­en­den Fas­sung für Quer­flöte und Orgel, die ger­ade dann, will man der Reg­istri­er­an­weisung des Schlusses mit Zun­gen­stim­men im Plenum fol­gen, aus Bal­ance-Grün­den der Block­flöten­fas­sung vielle­icht vorzuziehen ist. Aber ger­ade auch der in der Höhe bei dynamisch exponiert­er Spiel­weise leicht „über­s­teuerte“ und heis­ere Klang der Block­flöte hat seinen Reiz.
Ins­beson­dere den bei­den let­zten Werken [außer­dem: Ben­jamin Lang: … in mir hab‘ der Pfeile viel … Fuge für Sopransax­ophon und Orgel] wäre eine weit­ere Ver­bre­itung zu wün­schen, da sie sich aus dem all­ge­meinen „Main­stream“ wohltuend herausheben.

Chris­t­ian von Blohn