25. September 2018

News

Jean Guil­lou ist am 26. Jan­u­ar im Alter von 88 Jahren in Paris gestor­ben. Olivi­er Mes­si­aen, Mar­cel Dupré und Mau­rice Duru­flé waren seine Lehrer. 1955 erhielt Guil­lou einen Ruf als Pro­fes­sor ans Isti­tu­to de Musi­ca Sacra in Liss­abon. Von 1958 an lebte er in Berlin, bis er 1963 als Tit­u­laror­gan­ist der Paris­er Haup­tkirche St. Eustache nach Frankre­ich zurück­kehrte. Guil­lous tech­nis­che Fer­tigkeit­en sowie sein indi­vidu­elles Ver­ständ­nis für die Impro­vi­sa­tion­skun­st macht­en ihn zu einem der weltweit führen­den Orgelvir­tu­osen, auch als Pianist ern­tete er inter­na­tionale Anerken­nung. Seine exzel­len­ten Ken­nt­nisse der Orgel macht­en ihn darüber hin­aus zu einem gefragten Berater für Orgel­bauer; bekan­nte Instru­mente wie die Orgeln der Ton­halle Zürich und des Audi­to­rio de Tener­ife gehen auf seine Entwürfe zurück. Als Kom­pon­ist hat Guil­lou das Orgel-Reper­toire mit ein­er Vielzahl eigen­er Werke sowie außergewöhn­lich­er Tran­skrip­tio­nen von Orch­ester­w­erken bere­ichert. (Bild: © Schott Music, Mainz)

BR-Klas­sik wid­met Jean Guil­lou am 1. Feb­ru­ar um 22:05 Uhr die Sendung Orgel­musik am Fre­itag.

 

Aus Anlass des 300. Todestages des bedeutenden Orgelbauers Arp Schnitger (1648–1719), dessen nordeuropäisches Schaffen von Hamburg ausging, feiert die Stadt Hamburg das Orgeljahr 2019: mit Konzerten, Führungen, Ausstellungen, Tagungen und vielen weiteren Events.

 

Es ist ein für die Musik­wis­senschaft her­aus­ra­gen­der Fund mit außergewöhn­lichem Umfang: Musik­wis­senschaftler aus dem Cen­tro Stu­di Gia­co­mo Puc­ci­ni in Luc­ca haben zahlre­iche Orgelkom­po­si­tio­nen von Gia­co­mo Puc­ci­ni ent­deckt, zulet­zt 12 bis­lang gän­zlich unbekan­nte Auto­graphe in der Vil­la der Fam­i­lie Puc­ci­ni in Torre del Lago. Der Puc­ci­ni-Experte Vir­gilio Bernar­doni, Pro­fes­sor für Musik­wis­senschaft in Berg­amo, hat jet­zt alle bis zum heuti­gen Tag bekan­nten 57 Orgelkom­po­si­tio­nen von Puc­ci­ni erst­mals in ein­er wis­senschaftlichen Aus­gabe inner­halb der ital­ienis­chen Nation­alaus­gabe vorgelegt. Der bei Carus erschienene Noten­band wurde jet­zt im Rah­men eines wis­senschaftlichen Sym­po­siums mit Fes­tkonz­ert im ital­ienis­chen Reg­gio Emil­ia erst­mals vorgestellt. Damit eröffnet sich der Musik­welt ein Ein­blick in eine bis­lang nahezu unbekan­nte Facette im Œuvre Puc­ci­nis. Die Orgel ist das Instru­ment, mit dem der junge Puc­ci­ni als Musik­er debütierte und an dem er aus­ge­bildet wurde. Im Bild v.l.n.r.: Vir­gilio Bernar­doni, Hans Ryschawy (Carus), Gio­van­ni Godi (Pres­i­dente Fon­dazione Simon­et­ta Puc­ci­ni per Gia­co­mo Puc­ci­ni) und Gabriel­la Bia­gi Raven­ni (Cen­tro Stu­di Gia­co­mo Puc­ci­ni).

 

Die Inter­na­tionale Arbeits­ge­mein­schaft für Orgel­doku­men­ta­tion e. V. (IAOD) trifft sich vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 in Würzburg und Geisel­wind-Rehweil­er (Unter­franken) zur Jahresta­gung bzw. Mit­gliederver­samm­lung. Auf dem Pro­gramm ste­hen Führun­gen zur Klais-Orgel in der Musikhochschule Würzburg und den Orgeln im Kloster Ebrach sowie durch die pri­vate Samm­lung in der Inter­na­tionalen Musikakademie Rehweil­er durch Pro­fes­sor Christoph Bossert. Infor­ma­tion: Dr. Markus Zim­mer­mann, mk-zimmermann@t-online.de

 

222 CDs und eine DVD umfasst die gewaltige Bach-Gesam­taus­gabe, die die Deutsche Gram­mophon und Dec­ca in Zusam­me­nar­beit mit dreißig weit­eren Labels sowie dem Bach-Archiv Leipzig im Okto­ber veröf­fentlicht haben. In 280 Stun­den Musik sind mehr als 750 Inter­pre­ten zu hören, zehn Stun­den wur­den für die Mega-Bach-Box eigens neu aufgenom­men, darunter sieben Erstein­spielun­gen. Die Box, die im Jahr von Bachs 333. Geburt­stag erschienen ist und daher den Titel Bach 333 trägt, enthält zudem zwei Bücher und ein dig­i­tales Pro­duk­t­paket.

 

Am 1. Okto­ber 2018 hat Themis, die Ver­trauensstelle gegen sex­uelle Beläs­ti­gung und Gewalt, ihre Arbeit aufgenom­men. Die neu geschaf­fene über­be­triebliche Ver­trauensstelle bietet Beschäftigten aus der Film-, Fernseh- und The­ater­branche, die im Zusam­men­hang mit ihrer beru­flichen Tätigkeit sex­uelle Beläs­ti­gung und Gewalt erfahren haben, einen geschützten Raum, in dem sie sich ein­er Juristin und ein­er Psy­cholo­gin anver­trauen kön­nen. Sie berät Betrof­fene, ver­mit­telt zwis­chen belästigter Per­son und Arbeit­ge­ber und set­zt sich für Präven­tion und Aufk­lärung in den Branchen Film, Fernse­hen, The­ater und Orch­ester ein.

 

Berlin steckt voller Musik! Zu seinem 40-jähri­gen Jubiläum möchte der Lan­desmusikrat Berlin diese Vielfalt von Musik und Stadt auch im Bild doku­men­tieren. Inter­essierte nicht-pro­fes­sionelle Fotografinnen und Fotografen jeden Alters sind aufgerufen, ihre Bilder zum The­ma „Musik und Stadt“ bis zum 30. Okto­ber 2018 einzure­ichen. Eine Jury wird aus den Ein­sendun­gen eine Auswahl tre­f­fen, die beim Fes­takt zum 40-jähri­gen Jubiläum am 10. Dezem­ber 2018 im Roten Rathaus präsen­tiert wird. Die besten Bilder wer­den im „Tagesspiegel“ abge­druckt.