25. September 2018

Auszeichnungen

Jakub Kapała aus Polen ist der Gewin­ner des 9. Inter­na­tionalen Orgel­wet­tbe­werbs um den Her­mann-Schroed­er-Preis. Er erhält 4000 Euro. Den mit 2000 Euro dotierten zweit­en Preis bekam Hyelin Lee aus Süd­ko­rea, Hagen Heinicke aus Deutsch­land wurde Drit­ter (1000 Euro). Der Förder­preis ging an Thibault Fajoles aus Paris. 26 junge Organ­istin­nen und Organ­is­ten aus 8 Län­dern nah­men an dem Wet­tbe­werb im Kloster Him­merod (Eifel) und Tri­er teil. Die inter­na­tion­al beset­zte Jury unter der Leitung von Prof. Johannes Gef­fert (Köln) und zahlre­iche Zuhör­er in der Tri­er­er Kon­stan­tinbasi­li­ka erlebten ein span­nen­des Finalkonz­ert auf hohem Niveau. Außer den Haupt­preisen wur­den vier Video-Son­der­preise für Auf­nah­men zu Schroed­ers „Sechs Orgel­choräle über alt­deutsche geistliche Volk­slieder“ op. 11 ver­liehen an Eliza­ve­ta Boro­dae­va (Moskau), Hagen Heinicke (Her­ford), Jakub Kapała (Tarnów) und Aaron Triebler (Han­nover). (im Bild: die Preisträger, von links nach rechts, Hagen Heinicke, Hyelin Lee und Jakub Kapała)

 

Denis Pis­arevskiy (Bild­mitte) ist als Sieger aus dem ersten Inter­na­tionalen Orgel­wet­tbe­werb „Fasz­i­na­tion Orgel“ in der Mannheimer Chris­tuskirche her­vorge­gan­gen. Die Jury, beste­hend aus Ludger Lohmann, Matthias Maier­hofer, Markus Eichen­laub sowie Haush­err Johannes Michel, kürte den 27-jähri­gen Moskauer mit dem 5000 Euro dotierten ersten Preis. Zwei zweite Preise (zu je 2500 Euro) erhiel­ten Adri­an Brech (Herx­heim) und Hannes von Bar­gen (Stuttgart). Zusät­zlich gab es einen Max-Reger-Preis – den eben­falls Denis Pis­arevskiy bekam – und einen Karg-Elert-Preis: Er ging geteilt an Julian Beut­miller und Johannes Krahl. (Foto: Natascha Busbach)

 

Andreas Siel­ing, seit 2005 Organ­ist an der großen Sauer-Orgel im Berlin­er Dom, erhält für seine CD „Berlin! Orgel­w­erke Berlin­er Kom­pon­is­ten“ den diesjähri­gen OPUS KLASSIK in der Kat­e­gorie „Solis­tis­che Ein­spielung Instru­ment des Jahres“. Erst­mals zeich­net der Vere­in zur Förderung der Klas­sis­chen Musik damit einen aktiv­en Kirchen­musik­er aus. Der Preis wird seit vier Jahren vergeben und ist der Nach­fol­ger des Echo Klas­sik, der 2017 eingestellt wurde.

 

Das Fes­ti­val Europäis­che Kirchen­musik Schwäbisch Gmünd wurde von der „EFA – Euro­pean Fes­ti­val Asso­ci­a­tion“ für beson­ders inno­v­a­tive Ideen aus­geze­ich­net. Die Son­der­aus­gabe des EFFE-Labels mit dem Zusatz „Badge of Inven­tion“ ging europaweit an fün­fzig Fes­ti­vals. Das Fes­ti­val Europäis­che Kirchen­musik Schwäbisch Gmünd erhält das Label für seine Coro­na-Aktio­nen 2020 und für das Online-Orgel-Escape-Game, das als dig­i­tales Ange­bot zum „Jahr der Orgel“ 2021 par­al­lel zu den Live-Erleb­nis­sen ent­standen ist. Es ste­ht unter www.kirchenmusik-festival.de kosten­los zur Ver­fü­gung und kann alleine oder in Grup­pen gespielt werden.

 

Har­ald Vogel ist für seine beson­deren Ver­di­en­ste auf dem Gebi­et der nord­deutschen Orgelkun­st und der Ver­bre­itung der Musik von Dieterich Bux­te­hude mit dem Buxte­hude­preis 2018 der Hans­es­tadt Lübeck geehrt wor­den. Der Organ­ist und Pro­fes­sor an der Hochschule für Kün­ste Bre­men vere­inige das Wis­sen um den Bau his­torisch­er Orgeln und das Werk Bux­te­hudes auf beson­dere Weise in ein­er Per­son. Weltweit hat Har­ald Vogel die heutige Organ­is­ten­gener­a­tion in ihrer Spiel­weise mit bee­in­flusst und ins­beson­dere in Nord­deutsch­land der Öffentlichkeit ein Bewusst­sein für den Wert his­torisch­er Orgeln ver­mit­telt. Vogel konz­ertiert inter­na­tion­al und hat als erster Organ­ist alle Orgel­w­erke Dieterich Bux­te­hudes an his­torischen Orgeln eingespielt.

 

Gle­ich drei Preise im Orgel-Inter­pre­ta­tion­swet­tbe­werb Grand Prix de Chartres 2018 kon­nte der 25-jährige Öster­re­ich­er Johannes Zein­ler (im Bild; Foto: Y. R.) für sich ver­buchen: den „Grand Prix de Chartres Inter­pre­ta­tion“, den Preis für die beste Inter­pre­ta­tion eines Werks von Thomas Lacôte und den Pub­likum­spreis. Den 2. Preis des Grand Prix gewann die Russin Daria Burlak (32). Dies entsch­ied die Jury unter Vor­sitz von Daniel Roth (F) und den Teil­nehmern Susan Lan­dale (GB), Jon Laukvik (N), Dong-ill Shin (Süd­ko­rea), Stephen Tharp (USA) sowie Véronique Le Guen und Olivi­er Ver­net (bei­de F).

 

Daniel Roth (Paris) ist zum Ehren­mit­glied der Gesellschaft der Orgel­fre­unde (GdO) ernan­nt wor­den. Matthias Schnei­der, Präsi­dent der GdO, hat ihm in Paris die Urkunde über­re­icht. „Als Organ­ist an Saint-Sulpice und als Orgel­pro­fes­sor (zulet­zt an der Musikhochschule in Frank­furt am Main) hat Roth sich in vor­bildlich­er Weise für die Ziele unser­er Gesellschaft ver­di­ent gemacht“, so die GdO, „ins­beson­dere her­vorzuheben sind seine Ver­di­en­ste für die deutsche und franzö­sis­che Orgelkultur.“