25. September 2018

Auszeichnungen

Der 5. Inter­na­tionale Bux­te­hude-Orgel­wet­tbe­werb, der vom 21. bis zum 29. Sep­tem­ber in Lübeck und Ham­burg aus­ge­tra­gen wurde, ist entsch­ieden. Den ersten, mit 8000 Euro dotierten Preis hat sich der 23-jährige ital­ienis­che Organ­ist Nico­la Pro­cac­ci­ni erspielt (Bild­mitte, Foto: Chris­tine Rudolf). Lars Schwarze (24; im Bild rechts) und Jochem Schu­ur­man (28; im Bild links) teilen sich den zweit­en, mit jew­eils 4000 Euro dotierten Preis; ein drit­ter Preis wurde nicht vergeben. 17 junge Organ­istin­nen und Organ­is­ten aus elf Natio­nen wet­teifer­ten um die hochdotierten Preise. Zur inter­na­tionalen Jury gehörten neben dem Nor­weger Jon Laukvik (Vor­sitz) Michel Bou­vard (F), Pieter van Dijk (NL), Ja-Kyung Oh (Süd­ko­rea), Wolf­gang Zer­er, Arvid Gast und Franz Danksag­müller (alle D).

 

Har­ald Vogel ist für seine beson­deren Ver­di­en­ste auf dem Gebi­et der nord­deutschen Orgelkun­st und der Ver­bre­itung der Musik von Dieterich Bux­te­hude mit dem Buxte­hude­preis 2018 der Hans­es­tadt Lübeck geehrt wor­den. Der Organ­ist und Pro­fes­sor an der Hochschule für Kün­ste Bre­men vere­inige das Wis­sen um den Bau his­torisch­er Orgeln und das Werk Bux­te­hudes auf beson­dere Weise in ein­er Per­son. Weltweit hat Har­ald Vogel die heutige Organ­is­ten­gener­a­tion in ihrer Spiel­weise mit bee­in­flusst und ins­beson­dere in Nord­deutsch­land der Öffentlichkeit ein Bewusst­sein für den Wert his­torisch­er Orgeln ver­mit­telt. Vogel konz­ertiert inter­na­tion­al und hat als erster Organ­ist alle Orgel­w­erke Dieterich Bux­te­hudes an his­torischen Orgeln einge­spielt.

 

Gle­ich drei Preise im Orgel-Inter­pre­ta­tion­swet­tbe­werb Grand Prix de Chartres 2018 kon­nte der 25-jährige Öster­re­ich­er Johannes Zein­ler (im Bild; Foto: Y. R.) für sich ver­buchen: den „Grand Prix de Chartres Inter­pre­ta­tion“, den Preis für die beste Inter­pre­ta­tion eines Werks von Thomas Lacôte und den Pub­likum­spreis. Den 2. Preis des Grand Prix gewann die Russin Daria Burlak (32). Dies entsch­ied die Jury unter Vor­sitz von Daniel Roth (F) und den Teil­nehmern Susan Lan­dale (GB), Jon Laukvik (N), Dong-ill Shin (Süd­ko­rea), Stephen Tharp (USA) sowie Véronique Le Guen und Olivi­er Ver­net (bei­de F).

 

Daniel Roth (Paris) ist zum Ehren­mit­glied der Gesellschaft der Orgel­fre­unde (GdO) ernan­nt wor­den. Matthias Schnei­der, Präsi­dent der GdO, hat ihm in Paris die Urkunde über­re­icht. „Als Organ­ist an Saint-Sulpice und als Orgel­pro­fes­sor (zulet­zt an der Musikhochschule in Frank­furt am Main) hat Roth sich in vor­bildlich­er Weise für die Ziele unser­er Gesellschaft ver­di­ent gemacht“, so die GdO, „ins­beson­dere her­vorzuheben sind seine Ver­di­en­ste für die deutsche und franzö­sis­che Orgelkul­tur.“