25. September 2018

Auszeichnungen

Die bere­its mehrfach bei Wet­tbe­wer­ben aus­geze­ich­nete rus­sis­che Organ­istin Anas­ta­sia Kovbyk (Foto: Sebas­t­ian Palzhoff) hat beim 7. Inter­na­tionalen Orgel­wet­tbe­werb Dude­lange den Ersten Preis gewon­nen. Der Wet­tbe­werb fand vom 10. bis zum 13. Sep­tem­ber 2019 an der Stahlhuth-Jann der St. Mar­tin­skirche in Dude­lange statt. Sie kon­nte die mit dem Vor­sitzen­den Bernard Foc­croulle (Bel­gien) und den Mit­gliedern Paul Breisch (Lux­em­burg), Kay Johannsen (Deutsch­land) und Mon­i­ca Mel­co­va (Spanien) hochkarätig beset­zte Jury durch ihre meis­ter­hafte Inter­pre­ta­tion mit Werken von Jean Guil­lou, Thier­ry Escaich und Mau­rice Duru­flé überzeu­gen. Ein 2. Preis ging an Tomoe INOMATA aus Japan und ein 3. Preis an Ae Shell NAM aus Süd­ko­rea. Die bei­den anderen Final­is­ten Anna IVANOVA aus Rus­s­land und Marcin KUCHARCZYK aus Polen wur­den mit ein­er Final­is­ten­prämie aus­geze­ich­net. Der Pub­likum­spreis ging an Tomoe INOMATA. Anas­ta­sia KOVBYK wird am 22. Sep­tem­ber 2020 das Preisträger-Konz­ert im Rah­men des Inter­na­tionalen Orgelfes­ti­vals Dude­lange spie­len.

Inter­na­tionaler Rhein­berg­er Wet­tbe­werb für Orgel Vaduz 2019 (Liecht­en­stein): 1. Preis: Stephan Poll­ham­mer *1998 (Öster­re­ich), 2. Preis: Jan­nik Schroed­er *1996 (Deutsch­land), 3. Preis: Kumi Choi *1990 (Süd­ko­rea), Preis der Inter­na­tionalen Rhein­berg­er Gesellschaft: Mona Rozdestven­skyte *1994 (Litauen).

Der Preis der europäis­chen Kirchen­musik 2019 Schwäbisch-Gmünd ging an John Rut­ter.

Mendelssohn Bartholdy Hochschul­wet­tbe­werb 2019: 1. Preis Johannes Lam­precht, 2. Preis: Lars Schwarze.

Köl­ner Orgel­wet­tbe­werb für Orge­limpro­vi­sa­tion 2019: 1. Preis: Chris­t­ian Groß, 2 dritte Preise: Thorsten Rasch­er und Georg War­ren.

Kom­po­si­tion­swet­tbe­werb Orgel Stiftsmusik Stuttgart 2019: 1. Preis: Samuel Cosandey, 2. Preis: Gün­ter Berg­er.

Inter­na­tionaler Orgel­wet­tbe­werb Wup­per­tal 2019: 1. Preis: Mar­ius Herb (19 Jahre), 2. Preis: Jan­nik Schroed­er, 3. Preis: Mona Rozdestven­skyte.

Paul-Hofhaimer-Orgel­wet­tbe­werb 2019, Inns­bruck: 1. Preis: Adri­an Hoeck, 2. Preis: Fred­die James.

Albert-Schweitzer-Organ-Fes­ti­val Hart­ford 2019 (USA): 1. Preis: Alexan­der Pat­tavina, 2. Preis: Joseph Rus­sell, 3. Preis: Ele­na Baque­r­i­zo.

Got­tfried-Sil­ber­mann-Orgel­wet­tbe­werb, Freiberg 2019: 1. Preis: Lau­rens de Maan (Nieder­lande), 2. Preis Ismaele Gat­ti (Ital­ien), 3. Preis Mit­sune Uchi­da (Japan).

 

Der 21-jährige Sebas­t­ian Heindl (im Bild ganz links), Stu­dent Bach­e­lor Kirchen­musik (Orgelk­lasse Prof. Mar­tin Schmed­ing an der HMT Leipzig), hat den mit 40.000 Dol­lar dotierten 1. Preis beim Long­wood Gar­dens Inter­na­tion­al Organ Com­pe­ti­tion (USA) gewon­nen. Darüber hin­aus erhielt er den Pub­likum­spreis und den Son­der­preis der Amer­i­can Guild of Organ­ists. Der in drei­jährigem Tur­nus ver­anstal­tete, weltweit höch­st­dotierte Orgel­wet­tbe­werb find­et an der großen Aeo­lian-Konz­ert­saalorgel mit 237 Reg­is­tern in Long­wood Gar­dens bei Philadel­phia statt. Sebas­t­ian Heindl kon­nte mit Werken von J. S. Bach, César Franck, Sigfrid Karg-Elert und Tran­skrip­tio­nen von Mod­est Mus­sorgs­ki und Olivi­er Mes­si­aen sowohl die Jury als auch das Pub­likum überzeu­gen. Sebas­t­ian Heindl war nach ein­er anony­men Vorauswahl als jüng­ster und einziger europäis­ch­er Teil­nehmer zuge­lassen (im Bild neben Sebas­t­ian Heindl: Bryan Ander­son und Col­in MacK­night).

 

Chris­t­ian Groß (Bild­mitte) ist der Gewin­ner des ersten Wet­tbe­werbs für Orge­limpro­vi­sa­tion in der Köl­ner Trini­tatiskirche. Der 1995 in Mül­heim an der Ruhr geborene Musik­er studierte zunächst in Freiburg Kirchen­musik und Musik­the­o­rie / Kom­po­si­tion und set­zt seit 2016 seine Stu­di­en in Leipzig fort. Groß erhält ein Preis­geld in Höhe von 2000 Euro. Außer­dem ver­gab die Jury zwei mit je 1000 Euro dotierte dritte Plätze an Thorsten Rasch­er und George War­ren, die bei­de derzeit Kirchen­musik und Orgel an der Köl­ner Musikhochschule studieren

 

Der 5. Inter­na­tionale Bux­te­hude-Orgel­wet­tbe­werb, der vom 21. bis zum 29. Sep­tem­ber in Lübeck und Ham­burg aus­ge­tra­gen wurde, ist entsch­ieden. Den ersten, mit 8000 Euro dotierten Preis hat sich der 23-jährige ital­ienis­che Organ­ist Nico­la Pro­cac­ci­ni erspielt (Bild­mitte, Foto: Chris­tine Rudolf). Lars Schwarze (24; im Bild rechts) und Jochem Schu­ur­man (28; im Bild links) teilen sich den zweit­en, mit jew­eils 4000 Euro dotierten Preis; ein drit­ter Preis wurde nicht vergeben. 17 junge Organ­istin­nen und Organ­is­ten aus elf Natio­nen wet­teifer­ten um die hochdotierten Preise. Zur inter­na­tionalen Jury gehörten neben dem Nor­weger Jon Laukvik (Vor­sitz) Michel Bou­vard (F), Pieter van Dijk (NL), Ja-Kyung Oh (Süd­ko­rea), Wolf­gang Zer­er, Arvid Gast und Franz Danksag­müller (alle D).

 

Har­ald Vogel ist für seine beson­deren Ver­di­en­ste auf dem Gebi­et der nord­deutschen Orgelkun­st und der Ver­bre­itung der Musik von Dieterich Bux­te­hude mit dem Buxte­hude­preis 2018 der Hans­es­tadt Lübeck geehrt wor­den. Der Organ­ist und Pro­fes­sor an der Hochschule für Kün­ste Bre­men vere­inige das Wis­sen um den Bau his­torisch­er Orgeln und das Werk Bux­te­hudes auf beson­dere Weise in ein­er Per­son. Weltweit hat Har­ald Vogel die heutige Organ­is­ten­gener­a­tion in ihrer Spiel­weise mit bee­in­flusst und ins­beson­dere in Nord­deutsch­land der Öffentlichkeit ein Bewusst­sein für den Wert his­torisch­er Orgeln ver­mit­telt. Vogel konz­ertiert inter­na­tion­al und hat als erster Organ­ist alle Orgel­w­erke Dieterich Bux­te­hudes an his­torischen Orgeln einge­spielt.

 

Gle­ich drei Preise im Orgel-Inter­pre­ta­tion­swet­tbe­werb Grand Prix de Chartres 2018 kon­nte der 25-jährige Öster­re­ich­er Johannes Zein­ler (im Bild; Foto: Y. R.) für sich ver­buchen: den „Grand Prix de Chartres Inter­pre­ta­tion“, den Preis für die beste Inter­pre­ta­tion eines Werks von Thomas Lacôte und den Pub­likum­spreis. Den 2. Preis des Grand Prix gewann die Russin Daria Burlak (32). Dies entsch­ied die Jury unter Vor­sitz von Daniel Roth (F) und den Teil­nehmern Susan Lan­dale (GB), Jon Laukvik (N), Dong-ill Shin (Süd­ko­rea), Stephen Tharp (USA) sowie Véronique Le Guen und Olivi­er Ver­net (bei­de F).

 

Daniel Roth (Paris) ist zum Ehren­mit­glied der Gesellschaft der Orgel­fre­unde (GdO) ernan­nt wor­den. Matthias Schnei­der, Präsi­dent der GdO, hat ihm in Paris die Urkunde über­re­icht. „Als Organ­ist an Saint-Sulpice und als Orgel­pro­fes­sor (zulet­zt an der Musikhochschule in Frank­furt am Main) hat Roth sich in vor­bildlich­er Weise für die Ziele unser­er Gesellschaft ver­di­ent gemacht“, so die GdO, „ins­beson­dere her­vorzuheben sind seine Ver­di­en­ste für die deutsche und franzö­sis­che Orgelkul­tur.“