Hakim, Naji

Prélude, Aria et Gigue für Orgel

Verlag/Label: Schott Music, ED 21609
erschienen in: organ 2014/02 , Seite 63

Prélude, Aria et Gigue wurde 2012 kom­poniert und im sel­ben Jahr von der Wid­mungsträgerin Ive­ta Apkalna in der Berlin­er Phil­har­monie uraufge­führt. Der erste Satz ist geprägt durch majes­tätische Akko­rde, die in punk­tiertem Rhyth­mus über eine grav­itätisch geführte Basslin­ie erklin­gen. Geprägt durch eben diese Punk­tierung ist auch die aparte Melodie der Aria, die meist aus Ganz­ton­schrit­ten beste­ht und in der expres­siv­en Melodieführung und reizvollen Har­mon­isierung sehr an langsame sym­phonis­che Sätze von Schostakow­itsch erin­nert. Diesen Satz hat Hakim auch für Vio­len­quar­tett geset­zt. Eine spritzige Gigue beschließt das wirkungsvolle und höch­stens mit­telschwere Orgel­w­erk in mitreißend folk­loris­tis­ch­er Weise.

Ste­fan Kagl