Rampe, Siegbert

Ein Großmeister hanseatischer Orgelkunst

Franz Tunder zum 400. Geburtstag

erschienen in: organ 2014/03 , Seite 18

Weit­ge­hend unbe­merkt, selb­st von der Fach­welt, wird in diesem Jahr des 400. Geburt­stags von Franz Tun­der (1614–67) gedacht, jenes Lübeck­er Meis­teror­gan­is­ten und unmit­tel­baren Amtsvorgängers von Dieterich Bux­te­hude (1637–1707), der als Erster der Musik der „Köni­gin der Hanse“ inter­na­tionale Bedeu­tung ver­lieh. Obwohl Tun­der ein qual­i­ta­tiv her­aus­ra­gen­des Schaf­fen hin­ter­ließ, gehört er im konz­er­tan­ten Organisten­repertoire bis­lang eher zu den „Exoten“ – wie es scheint haupt­säch­lich aus Unken­nt­nis. Denn wer ver­mag schon dif­feren­ziert zu sagen, wodurch sich seine Musik ausze­ich­net und von den Werken der bedeu­ten­den Ham­burg­er Organ­is­ten jen­er Epoche oder Bux­te­hudes unter­schei­det?