Beckmann, Daniel

Aus alt mach neu

Der Mainzer Dom braucht eine zeitgemäße Orgel für das 21. Jahrhundert

erschienen in: organ 2012/02 , Seite 10
Die Geschichte der Orgeln im Mainzer Dom reicht bis in das 14. Jahrhundert zuru¨ck. Die gegenwärtige Domorgel gehört zu den kompliziertesten Anlagen ihrer Art in Europa und geht im Wesentlichen auf eine Klais-Orgel aus dem Jahr 1928 zuru¨ck. Sie wurde in den 1960er Jahren durch die Firma Kemper in Lu¨beck verändert und erweitert. Bedingt durch die schwierige Akustik und technische Mängel der Anlage bedeutet das Orgelspiel im Dom unter den aktuellen Bedingungen jedesmal eine enorme Herausforderung. Unter anderem deshalb wurde immer wieder über eine neue Schwalbennestorgel im Langhaus nachgedacht. Doch diese Pläne wurden inzwischen aus Denkmalschutzgründen verworfen. Daniel Beckmann, Mainzer Domorganist seit Mai 2010, beschreibt die Nachteile der derzeitigen Orgelanlage und skizziert Pläne und Chancen einer Neukonzeption.