Händel, Georg Friedrich

Alla Hornpipe pour Orgue

Transcription et Cadence par Jean Guillou

Verlag/Label: Schott Music, ED 21729
erschienen in: organ 2014/03 , Seite 58
Hän­dels „Alla Horn­pipe“ aus sein­er Wasser­musik hat Jean Guil­lou von D-Dur nach F-Dur transponiert. Inter­es­sant ist, dass er in der Ober­stimme des vom vollen Orch­ester vor­ge­tra­ge­nen Beginns die synkopisch erklin­gen­den Spitzen­töne eine Oktave tiefer set­zt. Die fan­fare­nar­ti­gen Antworten der Trompe­ten und Hörn­er wer­den auf einem Man­u­al mit „Anche, Cor­net“ gespielt. Fast unmerk­lich fügt der Bear­beit­er ganz à la mode de Hän­del einige selb­stver­fasste Tak­te in diesen A-Teil ein.
Im Abschnitt B wird der durch die schnellen Achtel­be­we­gun­gen der ersten Vio­li­nen charak­ter­isierte Stre­ich­er­satz über­tra­gen. Dessen Abschluss auf der Tonika­paral­lele ist der Aus­gangspunkt für die erfrischende 18-tak­tige Kadenz („più forte“) Guil­lous. Achtelfig­u­ra­tio­nen und Fan­faren­mo­tive wer­den dabei zunächst kon­tra­punk­tisch angere­ichert, dann treten effek­tvolle auf­steigende Sech­szehn­tel-Skalen hin­zu. Über einem lang gehal­ten Terzen­triller im Diskant baut sich über­aus effek­tvoll die Über­leitung zum A-Teil auf. Mit dieser ansprechen­den Note­naus­gabe legt Jean Guil­lou ein von ihm selb­st in Konz­erten gerne als „Encore“ aufge­führtes Arrange­ment nun im Druck vor.
 
Jür­gen Geiger