Sprondel, Friedrich

„Anmerckungen derer Auf meiner Sächsischen Reyße gesehenen Merkwürdigkeiten …“

Zum Sensationsfund eines bislang unbekannten Reisetagebuchs von Johann Andreas Silbermann (1741)

erschienen in: , Seite 8
Es war im August des Jahres 2014, als Mitarbeiter der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden den Schatz im Internet entdecken. Im Angebot des Londoner Auktionshauses Sotheby’s tauchte unter der Nummer 135 und dem Stichwort „Johann Sebastian Bach – Johann Andreas Silbermann“ ein Buch mit folgender Beschreibung auf: „Das verlorene handschriftliche Tagebuch Johann Andreas Silbermanns (1712–1783), des Straßburger Orgel- und Instrumentenbauers, das von Zusammentreffen mit Bach, J. A. Hasse und anderen berichtet und Bachs Orgeln und seine Musik in Sachsen beschreibt“. Die Beschreibung trifft nicht ganz zu – ein Treffen mit Bach gab es nicht, dessen Name sollte wohl die Anziehungskraft des offerierten Objekts zusätzlich steigern –, aber der Fund ist fraglos auch so eine Sensation.