Der Deutsche Musikrat zum Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat am 6. September 2026 gewählt. Das Wahlergebnis ist eine politische Zäsur für die Bundesrepublik Deutschland. Auch auf das Kultur- und Musikleben hat es fundamentale Auswirkungen. Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, unterstreicht: „Wir blicken mit großer Sorge auf die möglichen Folgen für die Kultur, für ihre Freiheit und Vielfalt sowie für die zahlreichen Menschen und Institutionen, die sich in Sachsen-Anhalt für ein offenes und demokratisches Gemeinwesen engagieren. Für uns gilt unverändert: Musik und Kultur brauchen Freiheit, Vielfalt und Demokratie. Gerade jetzt dürfen wir in unserem Einsatz für diese Werte nicht nachlassen. Die kulturpolitischen Entwicklungen im Land Sachsen-Anhalt werden wir daher künftig genau beobachten und – gemeinsam mit dem Landesmusikrat Sachsen-Anhalt – eng und kritisch begleiten. Dazu gehören die möglichen Auswirkungen auf den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die drohende Beschneidung von Kunstfreiheit durch neue Fördervorgaben und die Folgen einer restriktiven Migrationspolitik auf den Kultur- und Bildungsbereich.“ Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Präsidentin des Landesmusikrats Sachsen-Anhalt, betont: „Wir erwarten von der künftigen Landesregierung in Sachsen-Anhalt, die Freiheit der Kunst zu achten und die Kulturelle Vielfalt zu schützen. Im Schulterschluss mit dem Deutschen Musikrat fordern wir, die Arbeit der zahlreichen Musik- und Kultureinrichtungen, Vereine und zivilgesellschaftlichen Initiativen im Land auf der Basis des Grundgesetzes zu stärken.“ Der Deutsche Musikrat sensibilisiert aktuell auch mit der Initiative „Demokratie sowieso!“ für den Wert einer vielfältigen Kultur und einer offenen Gesellschaft. (Bildquelle: Webauftritt der Landeswahlleiterin des Landes Sachsen-Anhalt)

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