11. Internationaler Saarlouiser Orgel-Kompositionswettbewerb entschieden
Der 11. Internationale Saarlouiser Orgel-Kompositionswettbewerb ist am 8. Mai 2026 zu Ende gegangen. Eine hochkarätig besetzte internationale Jury würdigte die herausragenden Beiträge und verlieh den 1. Preis an den französischen Organisten und Komponisten Hadrien Fournier für sein Werk „Feux d´ártifice de Tanabata“ für Orgel und Trompete. Zweiter Preisträger wurde Andreas Seemer-Koeper (Deutschland) mit „Aura“ für Sopran, Viola und Orgel; den dritten Preis erhielt Samuel Gaskin (Frankreich) für seine Komposition „Triptych“ für Mezzosopran und Orgel.
Die Jury, bestehend aus renommierten Organisten, Komponisten und Hochschulprofessoren aus mehreren europäischen Ländern, hob das hohe künstlerische Niveau der eingereichten Werke hervor. Sie betonte die besondere Herausforderung, für die 1987 erbaute MAYER-Orgel (Foto) der Katholischen Kirche Saarlouis-Lisdorf zu komponieren – ein Instrument, das durch seine klangliche Vielfalt und technische Präzision anspruchsvolle kompositorische Lösungen verlangt. Der Saarlouiser Wettbewerb hat sich zu einem Impulsgeber für neue Orgelmusik entwickelt. Er fördert innovative Klangkonzepte, ungewöhnliche Besetzungen und zeitgenössische Ausdrucksformen. Die Bedingung, dass die Werke weder veröffentlicht noch uraufgeführt sein dürfen, macht den Wettbewerb zu einem Ort echter Uraufführungen, die unmittelbar in die internationale Orgelszene ausstrahlen.
Die Uraufführung des preisgekrönten Werks von Hadrien Fournier findet im Rahmen der Saarlouiser Orgeltage am 24. Oktober 2026 in der Katholischen Kirche Saarlouis-Lisdorf statt.


