25. September 2018

News

Vom 2. bis 8. August 2026 findet in Paris die 72. Internationale Orgeltagung der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO) statt, in Kooperation mit der César-Franck-Gesellschaft, der Associa­tion Cavaillé-Coll und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln. auf dem Programm steht die Besichtigung zahlreicher Pariser Orgeln sowie Konzerte, außerdem Fahrten nach Versailles, Meudon, Houdan und Rouen. Meisterkurse: Französischer Barock (St-Séverin – François Espinasse), Französische Romantik: César Franck (St-Sulpice – Daniel Roth), Französische Orgelsymphonik (St-Sulpice – Karol Mossakowski), Französische Moderne (La Trinité – Loïc Mallié). Musikwissenschaftliches Sympo­sium „Französische und deutsche Orgelkulturen: César Franck und Albert Schweitzer“. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2026.

Die Gesellschaft der Orgelfreunde schreibt Stipendien zur Teilnahme an der Jahrestagung der Gesellschaft der Orgelfreunde vom 2. bis 8. August 2026 in Paris aus. Bewerben können sich Orgelinteressierte, die maximal 30 Jahre alt sind, leidenschaftlich gerne Orgel spielen und/ oder im Orgelbauhandwerk arbeiten oder lernen. Bewerbungsschluss ist der 1. Mai 2026.

Von 18. bis 20. Februar 2027 findet zum 19. Mal das Internationale Orgelpark Symposium statt. Wie jedes Jahr kommen Orgel-Expert:innen, darunter Organist:innen, Orgel-Forschende, Orgelbauer:innen, Komponist:innen, Orgellehrende und Sachverständige im Orgelpark Amsterdam zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren und sich über Neuigkeiten auszutauschen. Die Idee dieses 19. Symposiums ist es, so viele Akteure aus verschiedenen Bereichen der Orgelkultur wie möglich zusammenzubringen, um gemeinsam über die großen Herausforderungen nachzudenken, denen Orgelkultur als Ganzes derzeit und in naher Zukunft gegenüberstehen wird. Wie immer heißt das sich gegenseitig über neues und altes Wissen, aktuelles Kunstschaffen, neue Instrumente und über Orgelprojekte aller Art auf neuesten Stand zu bringen, und persönliche Ideen sowie Forschungen vorzustellen.

Die Gesellschaft für bayerische Musikgeschichte e. V. gibt das Jahrbuch Musik in Bayern heraus. Dessen beliebte Rubrik „Neue Orgeln in Bayern“ wird nun weitergeführt. Geplant ist, zusätzlich komplexe Restaurierungen und größere Umbauten in die Liste aufzunehmen sowie ergänzende Angaben und Bildmaterial auf einer Internetplattform zugänglich zu machen. Informationen über Orgelneubauten, Res­taurierungen und Umbauten in Bayern werden erbeten an Dr. Markus Zimmermann, E-Mail: mk***********@******ne.de. – Wieder digital zugänglich ist die ebenfalls von der Gesellschaft für bayerische Musikgeschichte e. V. erstellte Orgeldatenbank Bayern, allerdings zunächst auf dem Forschungsstand von 2009.

Das Referat Kirchenmusik des Bistums Passau hat anlässlich des Orgeljahres 2021 eine siebenteilige Videoserie mit ausgewählten Orgeln im Bistum Passau produziert, die auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. Die Filme widmen sich den Orgeln in der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt/Sammarei, in den Pfarrkirchen Mariä Himmelfahrt/ Vornbach am Inn, Mater dolorosa/Finsterau, St. Stephan/Malgersdorf, St. Thomas/Aicha a. d. Donau, in der Filialkirche St. Stephan/Bachling und schließlich in der Basilika St. Anna/Altötting. Ein Aspekt bei der Konzeption dir Videoserie war, dass Musik verwendet wurde, die von Komponisten aus dem Bistum Passau stammen oder mit diesem eng verbunden sind bzw. waren.

Orgelmusik in Zeiten von Corona ist ein gemeinsames Kompendium des Deutschen Musikrats, der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland, das 17 Neukompositionen enthält, die im Frühjahr 2021 komponiert wurden und als künstlerische Reflexionen der Corona-Zeit ein vielfältiges Panorama an Stimmungsbildern bieten. Ziel des Projekts ist es, das Musikleben nach der Krise wieder aktiv zu befördern und die Zuhörenden zu einer Auseinandersetzung mit den Pandemie-Erfahrungen anzuregen. Dazu sollen die Stücke im Herbst 2021 bundesweit in Gottesdiensten und Konzerten erklingen. Wenn Sie Teil des Projekts werden wollen und ein Konzert oder eine Andacht mit einer oder mehreren der Kompositionen durchführen möchten, können sich auf der Projekt-Website registrieren und – bei Durchführung einer Veranstaltung – den Sammelband als Print- oder Onlineausgabe kostenfrei erhalten.

Bach ruft an – jede Woche die von Bach dafür komponierte Kantate als Anrufton des Smartphones: das bietet die App JSBach ringtone (Android), die Joachim Vogelsänger, Kirchenmusikdirektor an St. Johannis Lüneburg, programmiert hat. Bach schrieb bekanntlich für jeden Sonntag des Jahres mindestens eine Kantate. Die App stellt für jede Woche des Jahres den von Bach dafür vorgesehenen Kantatenbeginn als Klingelton auf dem Smartphone ein. Und das in höchster Klangqualität: Ton Koopman gab sein Einverständnis, die jeweils ersten 30 Sekunden seiner Einspielungen dafür zu benutzen. Wer über einen Spotify-Account verfügt, kann sich aus der App heraus die gesamte Kantate anhören.

 

Zum Tod von Wolfram Adolph

Wolfram Adolph, evangelischer Theologe, Musikwissenschaftler und langjähriger Herausgeber und Autor von Schott Music, ist am 20. März 2019 überraschend im Alter von 55 Jahren in Saarbrücken verstorben.

Adolph war Gründungsherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift organ – Journal für die Orgel. Mit ihm verliert der Verlag Schott Music einen sympathischen, engagierten und überaus sachkundigen Herausgeber.

Wolfram Adolph war ein Liebhaber vor allem des Französischen: der Musik (besonders derjenigen von Louis Vierne), der Orgeln (v. a. Aristide Cavaillé-Coll), nicht zuletzt der französischen Küche. Die zahlreichen Orgelreisen, die er organisierte, führten meist in das westliche Nachbarland, und nicht zufällig lebte er seit dem Jahr 2000 im Saarland.

Adolph war Initiator und langjähriger Projektleiter diverser Orgelfestivals (Kultursommer Rheinland-Pfalz, Institut Français in Mainz, Frankfurt u. a.), er begründete die Wormser Domkonzerte sowie die Internationalen Mannheimer Schlosskonzerte. Er war ferner Präsident des „Louis-Vierne-Instituts“ (Saarbrücken/Paris) sowie Inhaber und Künstlerischer Leiter des 1994 gegründeten Labels IFO classics, auf dem bis heute rund 200 zum Teil preisgekrönte Titel mit internationalen InterpretInnen publiziert wurden. Mehrere Werke internationaler Komponisten sind ihm persönlich gewidmet. Als Publizist und Referent war Wolfram Adolph im In- und Ausland gefragt. Er hatte diverse Lehraufträge inne.

„Als neue, unabhängige und überkonfessionelle Zeitschrift für die Orgel“ hatte er organ in ihrer ersten Ausgabe von 1998 vorgestellt. Weltoffen sollte die Zeitschrift sein und anspruchsvoll in ihren Beiträgen, der Aufmachung und dem Informationsgehalt. Wolfram Adolph hat diesen Anspruch als Herausgeber und Autor immer wieder eingelöst – wir sind ihm sehr dankbar dafür, dass wir ihn über 20 Jahre lang dabei begleiten durften.

Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen.

Schott Music, im März 2019

 

Jean Guillou ist am 26. Januar 2019 im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben. Olivier Messiaen, Marcel Dupré und Maurice Duruflé waren seine Lehrer. 1955 erhielt Guillou einen Ruf als Professor ans Istituto de Musica Sacra in Lissabon. Von 1958 an lebte er in Berlin, bis er 1963 als Titularorganist der Pariser Hauptkirche St. Eustache nach Frankreich zurückkehrte. Guillous technische Fertigkeiten sowie sein individuelles Verständnis für die Improvisationskunst machten ihn zu einem der weltweit führenden Orgelvirtuosen, auch als Pianist erntete er internationale Anerkennung. Seine exzellenten Kenntnisse der Orgel machten ihn darüber hinaus zu einem gefragten Berater für Orgelbauer; bekannte Instrumente wie die Orgeln der Tonhalle Zürich und des Auditorio de Tenerife gehen auf seine Entwürfe zurück. Als Komponist hat Guillou das Orgel-Repertoire mit einer Vielzahl eigener Werke sowie außergewöhnlicher Transkriptionen von Orchesterwerken bereichert. (Bild: © Schott Music, Mainz)

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