
Organisten von Weltrang, eine Orgel von außergewöhnlicher Qualität, ein Klang von seltener Schönheit, eingebettet in eine unverwechselbare Akustik, dazu ein (klösterlicher) Ort mit einzigartiger Atmosphäre und Geschichte: genau diese singuläre Mischung macht seit vielen Jahren das Besondere des Himmeroder Orgelsommers (Künstlerischer Leiter: Wolfgang Valerius) aus, der sich über die Jahre als feste Konstante im Kulturleben (nicht nur) der Eifel etabliert hat. Vom 21. Juni bis 13. Septmber 2026 sind zweiwöchentlich sonntags die folgenden Organistinnen und Organisten zu Gast: 21.6. – Björn Steinar Sólbergsson (Reykjavík), 5.7. – Christian Schmitt (Bamberg/Amsterdam), 19.7.– James Orford (London, St. Paul’s Cathedral), 2.8.– Charles Maxtone-Smith (Buckfast Abbey, UK), 16.8.– William Henry Fielding (Toulouse, Saint-Sernin), 30.8.– Victoria Ulriksen (Norwegen), 13.9. – Jeni Böhm (Landshut, Stiftsbasilika). Wie es schon lange Himmeroder Tradition ist, ist jeder bei freiem Eintritt herzlich willkommen.

Der Internationale Orgelsommer der Stiftskirche Stuttgart findet vom 3. Juli bis zum 28. August 2026 statt, immer freitags um 19 Uhr in der Stiftskirche bzw. am 28.8. in der Schlosskirche im Alten Schloss. Zu Gast an der Mühleisen-Orgel (Foto: Irina Sander) sind am 3.7. David Kiefer (Deutschland), am 10.7. Taras Baginets (Ukraine), am 17.7. Sietze de Vries (Niederlande), am 24.7. Eszter Szedmák (Ungarn), am 31.7. Songyeon Im (Südkorea), am 7.8. Benjamin Righetti (Schweiz), am 14.8. Ghislain Leroy (Frankreich) und am 21.8. Ourania Gassiou (Griechenland). Den Abschluss des Orgelsommers am 28.8. bildet wie üblich das traditionelle Konzert mit Stiftskantor Kay Johannsen, das dieses Jahr eine Premiere bietet: Es ist gleichsam die Begrüßung für die neue Königin-Katharina-Orgel in der Schlosskirche im Alten Schloss. Die Orgel der österreichischen Firma Rieger erklingt bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal im Konzert.

Das Orgelfestival Ruhr – Klangraum Europa findet vom 21. Juni bis 20. September 2026 mit internationalen Organistinnen und Organisten in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets statt. Zu Gast sind Konstantin Reymaier (Österreich) und Marcus Strümpe in Duisburg, Michael de Geest (Belgien) und Christian Drengk in Dortmund, Jan Lethola (Finnland) und Andy von Oppenkowski in Essen, Ioanna Solomonidou (Kasachstan) und Christoph Gerthner in Mühlheim, Sofia Korsakova (Russland) und Andreas Fröhling in Gelsenkirchen sowie Victoria Ulriksen (Norwegen) und Maria Cristina Witte in Hattingen. Konzertbeginn ist jeweils um 18 Uhr.
Das Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd steht vom 17. Juli bis 9. August 2026 unter dem Motto „Balance“. An der Orgel des Heilig-Kreuz-Münsters zu erleben sind Gerben Budding (Gouda) und Katelyn Emerson (USA/UK) sowie – im Abschlusskonzert des Internationalen Meisterkurses für Orgelimprovisation – Vincent Dubois (Paris). Anna Vavilkina (Moskau/Berlin) begleitet in der Augustinerkirche den Stummfilm Safety Last (USA 1923, mit Harlold Lloyd) mit Orgelimprovisation.

Die 56. Merseburger Orgeltage stehen vom 12. bis 20. September 2026 unter dem Motto „Musikland Ungarn – Von der Heiligen Elisabeth bis zum Buch mit sieben Siegeln“. Es können eine ganze Reihe ungarischer Organisten erlebt werden: Zsolt Máté Mészáros, Organist an der Kathedrale Budapest; László Fassang, international profilierter ungarischer Organist der Gegenwart; István Ella, prägende Persönlichkeit der ungarischen Orgelszene; Mátyás Bertalan Tamás und Kamilla Lévai, Vertreter der jungen ungarischen Generation von Organisten. – Beim großen Abendkonzert im Kaiserdom zu Merseburg begegnen sich zwei Klangwelten, die auf besondere Weise zur ungarischen Musiktradition gehören: das Cimbalom und die große Ladegast-Orgel mit ihrer orchestralen Fülle; Enikő Ginzery und László Fassang gestalten einen Konzertabend zwischen Volksmusikanklängen, virtuoser Kunstmusik und klanglicher Improvisation.

Seit 1390 sind in der 1174 gegründeten Klosterkirche Oelinghausen Orgeln dokumentiert. Die heutige Orgel enthält historische Pfeifen von 1599 und 1717, was sie zu einem seltenen Kulturerbe macht. Mehr als 600 Jahre umfasst die Musiktradition im Kloster Oelinghausen – seit sechs Jahrzehnten ermöglicht die Orgelkonzertreihe musica sacra Oelinghausen 2026 es, den besonderen Ort und seine spirituelle Prägung zu erleben und sich vom Klang der historischen Orgel faszinieren zu lassen.

Die Hamburger Konzertreihe “Auf der Zinne^ – neuer Klang!” präsentiert wiederentdeckte Werke von Ruth Zechlin (1926–2007; Foto: © Bundesstiftung Aufarbeitung, Barbara Köppe, 2382_2) in Verbindung mit aktueller Musik und Improvisation. Die künstlerische Leitung hat Kerstin Petersen. Die Konzerte finden entweder in der Lutherkirche Bahrenfeld oder in der Pauluskirche Altona statt.
19. April 2026: Perkussion und 2 Orgeln mit musikalischen Entdeckungen von Ruth Zechlin, Improvisationen, ein Werk für Glasmurmeln von Sebastian Zaczek.
31. Mai 2026: Stimme, Theremin und Orgel begegnen sich in Werken von Ruth Zechlin, Violeta Dinescu, Andre Asriel und Ana Szilágyi.
5. Juni 2026: Zwischen Fantasie und rationaler Strenge bewegt sich das kompositorische Denken Ruth Zechlins. Ihre „17 Kommentare zu van Gogh“ für Streichquartett (1973) und die Urfassung ihres Orgelwerks “Wider den Schlaf der Vernunft” (1989) vermitteln dies in geradezu exemplarischer Weise.
20. und 21. Juni 2026: „Musikalische Antworten auf Johann Sebastian Bach”, „Silesius-Gesänge” nach Texten des Mystikers Angelus Silesius; dazu Oxana Omelchuks neues Orgelstück „Ich glaube nicht an den Tod” und die Uraufführung der „Hommage an Ruth Zechlin” von Julia Waldeck.
17. Oktober 2026: Programm für zwei Orgeln und Oboe mit Zechlins „Passauer Konzert“ (2001), „An Aphrodite“ und „Orpheus“; dazu Lydia Weißgerbers Orgelwerk „Aufbruch mit und ohne Gefieder“ und das Jugendwerk „Der zerbrochene Spiegel“ von Stefan Pohlit in der Neufassung für zwei Orgeln.
9. November 2026: Seltene Musik für Violine, Gong und Orgel: Ruth Zechlins „Mors et resurrectio“ und „Glockenmusik“ sowie Ruth Wiesenfelds „Nebelkammern“. Zechlins „3-stimmiger unendlicher Kanon“ ist Thema einer großangelegten Improvisation. Zudem erklingen „Das Signal“ nach Texten von Rose Ausländer von Siegrid Ernst und das eindringliche „Friedensgebet“ von Dimitri Terzakis.
Das 75. Musikfest ION in Nürnberg findet vom 19. Juni bis 5. Juli 2026 statt. 30 Konzerte stehen auf dem Jubiläumsprogramm. Neben Berühmtheiten wie Olivier Latry und Cameron Carpenter sind David Franke (Freiburg), Stina Burkard (Domorganistin in Vaduz), Adriano Falcioni (Organist der Kathedrale in Perugia), der französische Organist Jean-Baptiste Monnot und der ungarische Organist László Fassang zu Gast. Die 1994 in Moskau geborene Organistin Mona Hartmann, die eine Professur in Witten innehat, ist erstmals beim Musikfest ION zu erleben



