Radio-Tipp: Schnitger

Sie sind nicht nur optis­che Meis­ter­w­erke barock­er Prach­t­ent­fal­tung, die mit sym­metrisch gegliedertem Auf­bau sowie kun­stvoll geschnitzten Fig­uren und Schleier­bret­tern die Blicke auf sich ziehen: Die Orgeln des nord­deutschen Instru­menten­bauers Arp Schnit­ger faszinieren auch durch ihren beson­deren Klang, egal, ob sie in ein­er kleinen Dor­fkirche oder in ein­er großen Stadtkirche ste­hen. Die meis­ten der über 50 erhal­te­nen Instru­mente befind­en sich heute zwis­chen dem nieder­ländis­chen Gronin­gen und der Hans­es­tadt Ham­burg. Einige ste­hen sog­ar in Por­tu­gal und in Brasilien, Schnit­gers Orgeln waren auch ein Exportschlager. Viele Kom­pon­is­ten wie Diet­rich Bux­te­hude und J. S. Bach schätzten ihre vielfälti­gen Klang­möglichkeit­en. Und bis heute gel­ten sie als die stil­bilden­den Instru­mente für die Werke der soge­nan­nten ‚Nord­deutschen Orgelschule’. Doch was macht den faszinieren­den Klang der Schnit­ger-Orgeln aus? Woran ori­en­tierte sich der Meis­ter? Welche Neuerun­gen brachte er in den Orgel­bau ein? Wie ste­ht es um die Sub­stanz der his­torischen Instru­mente heute? Und welche Erken­nt­nisse gibt es über den Men­schen Arp Schnit­ger, der Instru­mente „zur Ehre Gottes” schuf? In sein­er Radiosendung Stil­bildende Instru­mente zur Ehre Gottes. Zum 300. Todestag des Orgel­bauers. Arp Schnit­ger beg­ibt sich Klaus Gehrke auf Spuren­suche. Dien­stag, 23. Juli 2019, um 22.05 Uhr im Deutsch­land­funk (Bild: Schnit­ger-Orgel in Ham­burg, St. Jaco­bi)